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Das beste Handyvideo

handyvideo

Der Begriff "Handyvideo" ist allgemein negativ behaftet. Er steht für verwackelte Aufnahmen von Mobiltelefonen mit schlechter Auflösung. Doch die Technik entwickelt sich rasant, so dass Smartphones mittlerweile immer bessere Kameras besitzen. Der Südkoreanische Regisseur Park Chan-Wook hat schon 2011 mit seinem IPhone einen Kurzfilm in Kino-Qualität gedreht. Aktuelle Handy haben sogar noch bessere Kameras mit besseren, weil lichtempfindlicheren und schärferen Objektiven, Licht und einigen anderen Funktionen, die das Smartphone zur Videokamera für die Hosentasche machen. Das zeigt, dass ein Handyvideo nicht zwangsläufig von minderwertiger Qualität sein muss, wenn der Benutzer die Handhabung versteht. Wie sooft gilt: Es kommt drauf an, was Du draus machst! Wir zeigen Dir, wie!

 

1. Die Grundlagen für ein Handyvideo

Die meisten aktuellen Smartphones haben gute Kameras eingebaut. Zu den besten gehören das Nokia Lumia 920 Smartphone (8 Megapixel Kamera mit Video-Bildstabilisator!) und das Apple iPhone 5 Smartphone (ebenfalls mit 8 Megapixel Kamera). Aber auch mit anderen Smartphones ist man theoretisch in der Lage gute Handyvideos zu erstellen, wenn man die nötigen praktischen Arbeitsschritte befolgt.

Die Videofunktion erreicht man meist über die normale Foto-Funktion. Dort kann man entweder einfach über ein Symbol auf die Videofunktion umschalten oder man muss es in den Einstellungen tun. Außerdem kann man bei vielen Smartphones mittlerweile sogar die Aufnahme-Qualität auswählen. Alte Smartphone hatten z.B. eine Auflösung von 600x400 Pixel als höchstes der Gefühle. Moderne Handy können aber locker mit einer Full-HD-Auflösung von 1920x1080 Pixel vielen Camcordern Konkurrenz machen.

2. Filmen mit dem Smartphone

Der wohl wichtigste Tipp beim Filmen mit einem Handy ist: Handy quer halten! Oft kommt es vor, dass filme das Handy beim filmen wie ein - naja, eben ein Handy - halten. Dabei werden die Videoaufnahmen allerdings im Hochformat, wie z.B. eine DinA4-Seite gemacht. Allerdings sind alle Bildschirme und Fernseher breiter als hoch, weswegen man beim Aufnehmen darauf achten sollte.

Je besser die Qualität, desto größer die Videodatei. Deshalb sollte man die einzelnen Aufnahmen kurz halten. Idealerweise nicht länger als 20 (besser 10 Sekunden). Kleine Dateien haben den Vorteil, dass man sie auch direkt über das Smartphone ins Internet schicken kann. Zum Beispiel als Whats-App-Nachricht, Facebook-Post oder neues Youtube-Video.

Konzept

Ein Handyvideo ist meist eine spontane Sache, weswegen man nicht immer eine Konzept haben kann. Wenn man allerdings z.B. plant einen kurzen Clip über ein spezielles Thema zu machen, dann empfiehlt es sich zu mindest vorher ungefähr zu wissen, was man machen will. Wer oder was soll auf dem Video zu sehen und zu hören sein? Filmt man sich selbst oder jemand anderen? Will man etwas dazu sagen oder will man das Video anschließend mit Musik unterlegen? Hat man eine grobe Vorstellung von dem, was man zeigen will, kann man aufnehmen und die Videos werden normalerweise besser als planloses "Draufhalten".

Bildgestaltung

Das Handy ist klein und leicht. Das führt dazu, dass es beim filmen sehr instabil ist. Auch, wenn die neuesten Modelle sogar wie ein Camcorder einen Bildstabilisator besitzen, ist das Filmen mit dem Handy meist eine wackelige Angelegenheit. Als Paradebeispiel für schlechte Kamera-Führung gilt der Film Blair Witch Projekt, der erste Film, der mit Camcordern statt Filmkameras gedreht wurde. Verwackelte Bilder sollen das menschliche Auge nachahmen, was allerdings beim Menschen eher für Übelkeit sorgt. Also: Je weniger es wackelt, desto besser. Deswegen sollte man das Handy möglichst ruhig halten, sich auf eine Stabile Unterlage abstützen oder das Handy gleich direkt auf einem festen Untergrund ablegen oder aufstellen.

Gleiches gilt auch für Schwenks und Zooms. Diese wirken bei unsauberer Ausführung ohne Stativ hektisch und amateurhaft. Deshalb sollte man weitestgehend darauf verzichten oder sie notfalls möglichst langsam ausführen.

Die Einstellungsgrößen proportional zum menschlichen Körper und die daraus resultierenden Filmausschnitte (aus: Katz (2000), S. 170 und Petrasch, Zinke (2003), S.149)

Ein wichtiger Punkt ist die Bildgestaltung und die Frage, was man filmt. Verschiedene Einstellungsgrößen und Kameraperspektiven sorgen für Abwechslung und wirken professioneller. Wenn man eine längere Szene filmen möchte, sollte man statt einer langen Aufnahme lieber mehrere kurze machen mit einer Länge zwischen 10 und 60 Sekunden. Außerdem sollte man dann die Perspektive und Bildgröße variieren. Es gibt verschiedene Einstellungsgrößen, die sich meist an der Größe des Menschen orientieren.

Die wichtigsten sind:

  • Totale: gibt einen Überblick über einen Ort indem mehrere Menschen zu sehen sein können.
  • Halbtotale: Legt das Augenmerk auf ein bestimmte Person und dessen nähere Umgebung.
  • Nahaufnahme: Konzentriert sich auf Details, wie Gesicht, Hände, Augen oder Gegenstände.

Plant man einen längeren Film aus verschiedenen einzel Einstellungen, kann man zwischen diesen Einstellungsgrößen abwechseln. Bei einem Handyvideo ohne Unterbrechung kann man durch Bewegung der Kamera von einer Einstellungsgröße in die andere wechseln.

Ebenso spielt die Kameraperspektive eine Rolle. Ein Grundsatz lautet: immer auf Augenhöhe sein. Wenn man z.B. Kinder filmt, dann muss man sich schon mal hinknien. Als Stilmittel kann man aber auch aus der Froschperspektive (von unten) oder aus der Vogelperspektive (von oben) filmen. Ein weiteres Stilmittel ist Bewegung. Mit einem Handy ist man flexibel und kann sich selbst oder andere in Bewegung filmen. Auch dabei gilt es die Kamera möglichst ruhig zu halten und die Position des gefilmten Objekts auf dem Handy-Distplay möglichst konstant zu halten.

Ton

Das eingebaute Mikrophon eines Mobiltelefons zeichnet bei einem Video alle Geräusche ab, die sich in der Umgebung abspielen. Will man einen Sprecher oder ein bestimmtes akustisches Signal aufnehmen, sollte man mit dem Handy möglichst nah an der Tonquelle sein.

3. Bearbeitung von Handyvideos

Zur Bearbeitung von Handyvideos hat man grundsätzlich zwei Möglichkeiten: man bearbeitet das Video direkt auf dem Gerät mit dem es aufgenommen wurde oder man kopiert es auf einen Computer um es dort zu bearbeiten. Grundsätzliche Bearbeitungsmöglichkeiten sind:

  • Zuschneiden und Kürzen von Videomaterial
  • Veränderung der Farb- und Kontrasteinstellungen
  • Einfügen von Übergängen
  • Einfügen von Titeln oder Text
  • Untermalung mit Musik (Vorsicht mit den Urheber-Rechten!)
  • Ausgabe in verschiedenen Formaten

Bearbeitung von Handyvideos auf dem Smartphone

Für die Bearbeitung von Videos direkt auf dem Mobiltelefon gibt es noch nicht viele Möglichkeiten. Manche Handy haben bereits eine "Trimmer"-Funktion, mit der man Anfänge und Enden, bei denen man noch etwas wackelt oder bei denen nichts passiert wegschneiden kann. Man legt dabei den Ausschnitt fest, der den Kern des Videos darstellt und speichert diesen als neues Video ab. Das kann man bei längeren Sequenzen auch öfters machen. Außerdem gibt es ein paar Apps, mit denen man Videomaterial auf dem Handy berarbeiten kann. Diese sind aber meist kostenpflichtig oder wenig hilfreich.

Bearbeitung von Handyvideos auf dem Computer

Die elegantere Methode ist die Handyvideos auf einem Computer zu bearbeiten. Mit einem USB-Kabel kann man die Dateien einfach auf die Festplatte kopieren und dort mit einem Videobearbeitungs-Programm (Video-Editor) bearbeiten. Kostenlos und bei den meisten Computern bereits vorinstalliert sind dabei der Windows Movie Maker und iMovie. Darüber hinaus gibt es für den PC noch das kostenlose Pinnacle Videospin oder die 30-Tage-Testversion des Magix Video Makers. Dieser stellt mit einem Preis von 70 Euro meiner Meinung nach das beste Preis-Leistungs-Verhältnis dar. Kostenpflichtigte Profi-Programme sind Adobe Premiere für den PC oder Final Cut für den Mac. Diese kosten aber mehere hunderte Euros und sind überqualifiziert, wenn man nur ab und an Handy-Videos bearbeiten möchte.

Bearbeitung der Handyvideos auf Youtube

Wenn man die Videos direkt auf Youtube lädt aber noch nicht automatisch veröffentlicht, kann man diese anschließend an einem Computer noch mit dem Youtube-eigenen Editor bearbeiten. Dabei kann man Titel hinzufügen, Farben und Kontraste einstellen, das Video kürzen und Musik drunter legen. Im Prinzip bietet der Youtube-Editor alle Eigenschaften, die man braucht und ist noch dazu kostenlos und von überall auf der Welt von einem Computer mit Internetanschluss zu erreichen.

5. Upload von Handyvideos

Wenn man auf die Bearbeitung weitgehend verzichtet und den gedrehten Clip direkt auf Youtube laden möchte, sollte man in Reichweite eines WLans sein, da man sonst das Datenvolumen seines Handytarifs übersprapaziert. Ebenso sollte das Video nicht zu lang sein um den Upload nicht in die Länge zu ziehen. Zwischen 10 Sekunden und einer Minute je nach Unterhaltungswert des Videos. Wenn man das Video an einem Computer bearbeitet hat, kann man es in verschiedenen Formaten abspeichern. Dieser Vorgang nennt sich "rendern" oder zu deutsch "ausspielen". Es bietet sich an, das Video in Bestmöglicher Qualität und Auflösung auszuspielen. Z.B. 1920x1080 Pixel mit einer Datenrate von 10.000 KBit/s. Youtube bietet nämlich einen besonders wertvollen Dienst und macht aus einem hochauflösenden Video automatisch verschiedene kleinere Formate, die je nach Internetgeschwindigkeit des Viewers angepasst werden kann.

Folgende Formate erstellt Youtube automatisch aus Videomaterial:Videoproduktion - Youtube

  • 1080p: Full-HD
  • 720p: HD-Ready
  • 480p: SD-Pal (normale TV- oder DVD-Qualität)
  • 360p: NTSC (amerikanisches Format)
  • 244p: Handy-Qualität
  • 144p: mini-Format für uralt-Rechner oder Smartphones

Diese verschiedenen Formate kann man dann im Videofenster über das kleine Rädchen links auf der unteren Bedienungsleiste auswählen.

Zusammenfassung

  • Videoqualität auf 720p (1280x720) oder besser einstellen
  • Handy quer halten: Bildschirm ist breiter als hoch!
  • sich überlegen, was man filmt / sagt
  • Wackeln vermeiden, Kamera möglichst ruhig halten, evtl. abstellen
  • Bei mehreren Clips die einzelnen Aufnahmen kurz halten: 10 - 60 Sekunden
  • Upload von Videos idealerweise über WLan-Verbindung

Beispiel Handyvideo - Burger selbst gemacht